zu bemerken, die noch immer die Geſichter des Haufens verzogen hielt; im Gegentheile; alle ſchienen ſich recht be⸗ haglich zu fühlen, obwohl ihre gerunzelten Stirnen auch von Sorgen zeugten; doch ſchienen dieſe Sorgen wie⸗ der ganz eigenthümlicher Art zu ſein: weder Revolu⸗ tions⸗, noch Mord⸗ noch Brodſorgen. Es waren, man hätte ſchwören mögen, ruhige, friedliebende Bürger, de⸗ nen Raub und Revolution gleich verhaßt waren, die keine Anſprüche auf Eleganz machten, die aber demungeachtet ihre Wichtigkeit trotz Einem fühlten. Die Ankunft dieſer Caleſſinen vor der Villa des Conde rregte eine ſolche Verwunderung, daß wie geſagt, Beſchädigte ſowohl als Beſchauende ihre bisherigen Verrichtungen aufgaben, um die neuen Erſcheinungen zu beaugenſcheiuigen, und wo möglich auch der Urſache dieſes Erſcheinens auf die Spur zu kommen.
„Don Pinto!“ rief es auf einmal von allen Seiten. „Don Pinto! Don Pinto!“
Wirklich kam der junge Stutzer an der Seite ſeines Oheims, der ſein Maulthier für eine beſcheidene Caleſſine vertauſcht hatte, einhergalloppirt. Der kleine kurze Hi⸗ dalgo geſtikulirte heftig auf den jungen Mann zu, welche Mimik dieſer immer durch ein lautes Gelächter beant⸗ wortete.
„Bei San Jago!“ ſchrie der Alte.„Der Burſche hat kaum zehn Realen in der Taſche, außer er hat ſie mir weggekapert, und er will in die Sociedad von Män⸗


