Teil eines Werkes 
2. Theil (1835)
Entstehung
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ners Jago. Aber ſeht'mal, für dreihundert magere Och⸗ ſen, die euer Herr Vater an dreihundert dieſer armen Teufel zu überlaſſen die Gnade und Barmherzigkeit hatte, mußten ſie ein ganzes Jahr ſauer ſchwitzen, und bei der heiligen Jungfrau San Chriſtoval konnte nicht härter geſchwitzt haben, als er das kleine Jeſuskindlein über den geſchwollenen Fluß trug. Ging der armen gente irrazionale akkurat wie dem armen Don Chriſto⸗ vas. Je länger ſie trugen, deſto ſchwerer wurde die Bürde, und da ſie nicht die Knochen des heiligen Ca⸗ ballero hatten, ſo konnten ſie dieſe endlich nicht mehr er⸗ tragen. Hat aber jeder Menſch ſeinen Ahuitzote; und bei meinem werthen Schutzpatron, San Jago! die Indianer hatten ihn auch. Mochten ſich Tag und Nacht plagen, half doch nichts, konnten doch nicht aus ihren Schulden kommen, nicht einmal ihre Ochſen bezahlen, die doch, ihr wißt es, euren paſſabel edlen Vater das Stück netto keinen Real mehr noch weniger koſteten als zwanzig Piaſter. Und wenn das Jahr herum war, ſtanden ſie juſt um zwanzig Dollars mehr im Schuldbuche, und nach dem dritten Jahre hatten ſie ſechzig Dollars auf der Kreide ſtehen, ſo daß die armen Teufel jedes Jahr umgekehrt reicher wurden. Das wäre nun ſo ſchlimm nicht geweſen, da ſie aber wohl ſahen, ſo dumm ſie auch waren, daß ſie für dieſen negativen Reichthum ihr ganzes Leben zu arbeiten haben würden, und daß ſie dabei ſelbſt