Teil eines Werkes 
1. Theil (1835)
Entstehung
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in die größte Beſorgniß verſetzte. Das ganze Land war in der That durch dieſe unſichtbaren Agenten in ſeinen Geſinnungen und Anſichten revoltirt worden, und ſo ſicher wirkte der ausgeſtreute Same des Haſſes gegen die Spanier, daß, ohne den unglücklichen Verrath, wahrſcheinlich Mexiko ohne beſonders hartnäckigen Kampf in die Hände der Creolen übergegangen wäre. Die Urheber dieſer moraliſchen Revolution blieben jedoch in geheimnißvolle Dunkelheit gehüllt, und unſer Graf ſchloß ſich mit dem ganzen Adel offenbar an die königliche Re⸗ gierung an. Der neue Vizekönig, der Nachfolger des unglücklichen Iturrigaray, der mittlerweile die Zügel der⸗ ſelben übernommen, hatte mit zahlreichen Belohnungen, Orden und Titeln für die Werkzeuge, die ſeinem Vor⸗ gänger einen vizeköniglichen Stuhl und Freiheit geraubt, auch eine bedeutende Anzahl Verdammungs⸗ und Todes⸗ urtheile mitgebracht. Aber obwohl das Stigma des Libe⸗ ralismus auch den Conde San Jago ſtark befleckt, die neue Excellenz hatte ſich mehr als beeilt, ihn mit Be⸗ weiſen von Freundſchaft und Vertrauen zu überhäufen, die eben ſo ſehr die Verwunderung der Uneingeweihten, als das zufriedene Lächeln der Wiſſenden erregte. An⸗ dere Vorfälle hatten ſich wieder ereignet, die das gute Verhältniß zwiſchen den beiden Gewaltigen zu zerſtören drohten, und unter dieſen der Machtſpruch, der den Nef⸗ fen des Ariſtokraten in die Madre Patria abwies. Wel⸗