Teil eines Werkes 
1. Theil (1835)
Entstehung
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aus einem höhern und für ſte und ihr Land ehrenvolle⸗ ren Geſichtspunkte auffaßten. Eigenthum und vorzüglich Grundeigenthum iſt, was auch Ultraliberalismus dagegen ſagen mag, eine Baſis, deren Solidität auch dem ſchwächſten Verſtande einen Halt gibt, den der geiſt⸗ reichere Eigenthumsloſe vergeblich anſpricht. Es liegt etwas Zähes, aber zugleich auch etwas Poſitives im Grundeigenthum, das ſeinen Beſitzer gewiſſermaßen zwingt, unabhängig von ſeiner perſönlichen Vorliebe und ſei⸗

nen Vorurtheilen, das Wohl des Landes zu berück⸗

ſichtigen, in dem ſein Eigenthum liegt. So wahrhaft abſurd daher auch das Benehmen der Mehrzahl dieſer Hoch⸗ adelichen im Anfange der Revolution geweſen, ſo kindiſch⸗ lächerlich ihre Vorliebe für die werthloſen Auszeich⸗ nungen ihres königlichen Gebieters, ſo hatte es wie⸗ der unter ihnen Männer gegeben, die die Lage ihres Landes richtiger beurtheilten, und ungeachtet des ſervilen Kleides das ſie trugen, für die Freiheit ihres Landes größere Opfer gebracht hatten, als die glühendſten, lau⸗ teſten und ungeſtümſten Freiheitshelden je gethan. Unter dieſen hatte ſich der Edelmann, mit dem wir bereits un⸗ ſere Leſer bekannt gemacht haben, beſonders ausgezeich⸗ net. Familienverhältniſſe hatten ihm den ſeltenen Vorzug verſchafft, ſeine Jugend in der Madre Patria und den civiliſirtern Ländern der alten Welt zuzubringen, und ihm ſo Gelegenheit gegeben, jene Erfahrungen zu ſam⸗ meln, die nöthig ſind, um eine unabhängig richtige An⸗