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meiſten bevorrechteten Kaſte, dem hohen Adel, der bei einem Umſturze der Ordnung natürlich am meiſten zu ver⸗ lieren hatte. Mehrere dieſer Familien bildeten, wie ge⸗ ſagt, eine Munizipal⸗Ariſtokratie, die beſonders über die Indianer und die mit ihnen verwandten Kaſten eine ſehr drückende Herrſchaft ausübten; die Revolution, die nicht nur dieſer drückenden, ganz eigenthümlich ſchänd⸗ lichen Herrſchaft ein Ende zu machen, ſondern ſie auch in die Klaſſe der übrigen Bürger zu werfen, und was beſon⸗ ders ſchrecklich für ſie war, ihnen ihre Adelsdiplome und Ordensdekorationen zu entreißen drohte, für die ſie ſo große Summen aufgewandt hatten, und auf die ſie, gleich den raf⸗ finirteren höhern Ständen des europäiſchen Feſtlandes, einen unendlichen Werth ſetzten, mußte ſie daher nothwendig mit Schrecken erfüllen und ihnen das Ende der Herrſchaft des Spaniers als ihr eigenes darſtellen. Daß daher dieſe Vorſtellungen verzweifelte Anſtrengungen von Seiten des Adels bewirkte, die ſpaniſche Herrſchaft um jeden Preis aufrecht zu erhalten, war um ſo natürlicher, als ſeine beſchränkte Erziehung ihn ganz in die Hände dieſer Herr⸗ ſchaft gegeben hatte. Wenn jedoch dieſe Vorurtheile ge⸗ gen die Revolution unter der Mehrzahl des hohen Adels yerrſchend waren, und es wäre eitel, die Thatſache zu läugnen, ſo können wir auf der andern Seite nicht um⸗ hin zu geſtehen, daß es wieder Männer unter dieſer ho⸗ hen betitelten Ariſtokratie gab, die den Stand der Dinge


