Teil eines Werkes 
1. Theil (1835)
Entstehung
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verdammt, war die Geſchichte dieſes beiſpiellos gemißhan⸗ den Volkes, drei Jahrhunderte hindurch ein fortwähren⸗ des Gemälde der unmenſchlichſten Bedrückung geweſen, dem ſelbſt die zu ſeinem Beſten gegebenen Geſetze dadurch, daß ſie gewiſſenloſen Beamten zur Vollziehung anvertraut waren, zu unheilbaren Krebsſchaden wurden. In ihre Dörfer eingebannt, aus denen ſie nur geriſſen wurden, um ihren Peinigern zu fröhnen, hatten ſie im ſtumpfen Dahinbrüten alles verloren, was den Menſchen als ſolchen bezeichnet; nur das Gefühl ihrer Entwürdigung, die Er⸗ innerung an das ausgeſtandene Leiden, und ein inſtinkt⸗ artiges, düſteres Sehnen nach blutiger Rache waren geblieben.

In dieſen wenigen Zeilen iſt die Geſchichte zweier Fünftheile der Bewohner Mexikos enthalten, an die ſich eine gleiche Anzahl gleich unglücklicher, gleich verwahrloster, und noch mehr verwilderter und verachteter Geſchöpfe an⸗ ſchloß, die der Kaſten, Sprößlinge einer thieriſchen Ver⸗ miſchung der Eroberer, und ihrer Nachfolger und Sklaven mit den Eingebornen mit all dem anſcheinenden Stumpf⸗ ſinne, all der wirklichen Apathie der rothen Race, all der Zucht⸗ und Geſetzloſigkeit ihrer weißen Väter, in eine Welt hinausgeſtoßen, die ſie als ehrlos brandmarkte, alles Eigenthumes beraubt, verdammt zu den niedrigſten Ar⸗ beiten; ein ſteter Gegenſtand der Furcht und des Abſcheues der beſſern Klaſſen, weil ſie nichts zu verlieren, in einer Staatsumwälzung glles zu gewinnen hatten. So waren die