ſchäftigung, der ſie ſich mit einer Sorgfalt überließen, als wenn dieſe zur Feier des dia de fiesto*) gehört hätte.
Ein dritter Saal war den Chocolate⸗ und Sanga⸗ ree**)⸗Trinkern gewidmet, die ihre Gläſer und Becher mit einer Behaglichkeit leerten, die in der ekelhaften Nacktheit und Armuth ihrer Umgebungen noch einen eige⸗ nen Reiz zu finden ſchien; denn zwiſchen Stühlen, Bän⸗ ken und Tiſchen lagen und krümmten ſich die Elenden, Leperos genannt, gleichwie ein Bindungsmittel, das ſämmtliche Klaſſen Mexiko's zuſammenhielt; und wieder zogen ein: reich gekleidete Spanier, Spanierinnen und Creolen, die, noch halb ſchlaftrunken, von der Sieſta ka⸗ men, in einer Kleidung, hell und funkelnd und wieder loſe und locker, vor ihnen her eine Schar von Mulatten⸗ oder Negermädchen, die froh und üppig einhertanzten, Körbchen und Käſtchen tragend, und plazza por nues- tras Senoras!**s) ſchreiend, hintendrein die Cortejos, †) die dieſem Geſchrei mit ihren Säbeln und Stöcken den nöthigen Nachdruck gaben.
„Carracco! que bella V cara compania!" ††) rief
—— *) Feſttag.
**) Ein Getränk, aus Zucker, Zitronen, Waſſer, Rum und Gewürz bereitet.
***) Platz für unſere gnädigen Frauen! t) Cortejo, lies Corteho, Cavaliere serviente.
tt) Verdammt! welch eine ſchle und liebliche Ge⸗ ſellſchaft.


