— 6—
ein paar Flügel hinaus, nicht unähnlich denjenigen, die die fruchtbare Phantaſie alter Wappenkünſtler dem Vogel Greif gegeben; der Rücken endigte ſich im Schwanze des mexikaniſchen Wolfes Coyote, ſo wie wieder die Tatzen dem Caguar angehörten, mit denen er den Torſo furcht⸗ bar zerfleiſchte. 8
Dieſer ſonderbare Spektakelaufzug hatte ſich die Ta⸗ cubaſtraße herauf, in die Sant Agoſtingaſſe, von dieſer in die Plateria und aus dieſer wieder in die Adlergaſſe gezogen, und ſich endlich dem Stadtviertel Trespanna zugewandt, wo er vor dem Hotel gleichen Namens hielt.
Die Haufen von Indianern, Meſtizen und der far⸗ bigen Bevölkerung waren allmälig durch Hunderte von Creolen verſtärkt worden, während der ſtolzere Spanier mißtrauiſch aus den Fenſtern ſeines wohlverwahrten Hau⸗ ſes dem ſonderbaren Gaukelſpiele zuſah, um das nun Tauſende von Zambos, Creolen, Indianern und Meſti⸗ zen einen Kranz bildeten, ſo maleriſch, eine Miſchung von Köpfen und Phyfiognomien ſo chaotiſch, und eine Man⸗ nigfaltigkeit von glänzenden Prachtaufzügen und den ekel⸗ hafteſten Lumpen ſo nahe an einander gereiht, wie ſie nur wieder in dieſem Lande geſehen werden kann.
Unter den reichſten Manga's,*) die der Popanz angezogen, war ein junger Mann, deſſen Geſicht es ſchwer errathen ließ, welcher Race es angehörte. Es
o—
*) Der Mantel eines Mexikaners.


