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Böſen, die ſie geſäet haben. Man ſieht ſie düſter und
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lung ſeiner ſelbſt gekommen, noch nicht erwacht aus dem langen Taumel, in welchen es die plötzliche Erlangung ſei⸗ ner Freiheit geworfen. Es iſt die Geſchichte dieſer Frei⸗ heit mehr einem Traume ähnlich, als der Wirklichkeit. Es ſchlängeln ſich Lichtſtrahlen durch ihr Labyrinth, aber das Ganze erſcheint ein Labyrinth. Mexiko weiß noch immer nicht, wie es zur Freiheit gekommen. Es wurde von ihr überraſcht, ohne daß es dieſe erkämpft, verdient hätte. Ein einziger Tag hat ſie ihm verſchafft, für die es eilf Jahre vergeblich ſein Blut vergoſſen, vergeblich gekämpft hatte, denn es war unterlegen in ſeinem Freiheitskampfe, und als ihm endlich die Göttin erſchien, überraſchte ſie ſolches, wie das Kind am Neujahrstage überraſcht wird. Was es im eilfjährigen Kampfe nicht zu erringen vermochte, brach auf einmal herein, ſo unvermuthet, ſo plötzlich, daß alle Ge⸗ müther berauſcht wurden und es noch immer ſind. Es iſt eine Art wilden, wüſten Freiheitsrauſches, der noch immer herrſcht, der die Gemüther noch immer nicht zur Beſinnung kommen läßt, und der bei allen Volksklaſſen mehr oder weniger zu verſpüren iſt, ausgenommen den vormaligen Gebietern dieſes Landes.”*
„Es iſt ein ſeltſames Gefühl, das uns bei dem An⸗ blicke dieſer Menſchen beſchleicht, dieſer Fremdlinge, die wie abgeſchiedene Geiſter der Vorwelt noch immer als Ge⸗ ſpenſter umherwandeln, gleichſam das Böſe zu ſchauen, das ſie geſtiftet, ſich zu weiden an der Eumeniden⸗Saat des


