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bens, zum ewigen Stachel ſeiner phlegmatiſchen Deutſch⸗ heit ſo trefflich geeignet war. Oft hatte er an Jemmy zu⸗ rückgedacht; denn die Willigkeit der gutmüthigen, phleg⸗ matiſchen Dora hatte ſein träges Vegetiren nur noch träger gemacht; er war nun einmal ein Deutſcher, die bekanntermaßen nie glücklicher ſind, als wenn ſie wie die Schafe geſchoren und wie die Hunde getreten wer⸗ den. Oft würde er einen blaugewirkten Strumpf, und ſelbſt zwei gegeben haben, wenn er ſich dadurch hätte einen ſanften Rippenſtoß von Jemmy erwerben können. Wirklich hatte er auch keine Mühe geſpart; war der Spur der Indianer mehrere hundert Meilen nachgejagt, hatte ſie auch bereits mit ſeinen Nachbarn erjagt, aber es zeigte ſich ungeſchickter Weiſe, daß es nicht India⸗ ner, ſondern Nankee⸗Ueberſiedler waren. Auch auf Zei⸗ tungsankündigungen hatte er ſo manchen Dollar verwen⸗ det; unglücklicherweiſe zirkulirten dieſe jedoch im Oſten, während Jemmy im Weſten als Ehrendame ſigurirte, und noch unglücklicher hielt Herr Caspar Ledermaul nach einem Jahre ſolchen Cirkulirens und Wartens eine ge⸗ wichtige Rede über den ſchönen Text: Melius est nu- bere quam uri, einen Text, den er gar zierlich und erbaulich ins Deutſche verdeutſchte. Toffel hatte bereits lange über dieſes nämliche Thema nachgedacht, als ihm


