Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1834)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

1419

es mir auch fiel. Und wahrlich, es fiel mir ſchwer! Es war ein gräulicher Anblick, ein Gräuel der Ver⸗ wüſtung. Alles ſah ſo hinfällig, ſo verloren, ſo ver⸗ dorben aus, daß mir der Ekel aufſtieg. So hatte ichs nicht erwartet. Von der Einzäunung um den Haus⸗ garten ſtanden bloß einzelne Fragmente; im Garten ſelbſt trieb das liebe Borſtenvieh ſein Weſen. Und das Haus! Gott ſei mir gnädig! Keine Scheibe ganz; alle Fenſterrahmen mit alten Hoſen und Kitteln und zerriſſe⸗ nen Weiberröcken ausgeſtopft. Ich konnte keine Oran⸗ gen⸗ und Citronenlauben erwarten, ich hatte ſie nicht gepflanzt; aber dieß! nein, es war wirklich zu arg.

Jedes Gemälde ſollte ſeine Schattenſeite haben, wenn es nicht ein à la Fresco⸗Gemälde iſt; aber hier war Alles Schatten Nacht. Keine lebendige Seele zu ſehen während unſerer Tour vom Ufer durch die modern⸗ den Rieſenſtämme, zwiſchen denen wir uns durchzuwin⸗ den hatten. Hier endlich läßt ſich etwas Lebendiges ſehen. Es iſt ein Trio ſchwarzer Ungethüme, die mit Marius und Sylla ſich im Kothe herumbalgen, ein halbes Hemde am Leibe, und ſchmutzig wie es nur Menſchenkinder ſein können. Und die Affen, ſie ſtarren mich mit ihren rollenden Augen an, und galloppiren dann lachend hinters Haus. Ah! die alte Sybille! Sie