Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1834)
Entstehung
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an unſerm Bote zuſammenbrechen. Morgen denn um dieſe Zeit werde ich in meinem Tuſculum ruhen, für heute wollen wir mit unſerm winzigen Staatsbettchen vorlieb nehmen. So eben kommt der Capitain mir an⸗ zuzeigen, daß endlich unſere lärmenden Reiſecompagnons zur Ruhe befördert ſind. Die Uhr ſchlägt zwölf.

Ja dieſe Nacht! dieſe Träume! Es war mir, als ob alle Drangſalen meiner frühen Jugend ſich über mich hingelagert, und in einem Vampyre vereinigt meine Geiſtes- und Körperkraft erdrückt, und ausgeſogen hät⸗ ten. Und ſo ſchwer wurde die Laſt, daß ich ausrief im Schlafe, und beinahe die ganze Geſellſchaft in Schrecken verſetzte. Ich hatte ihn wirklich abgeſchüttelt den Vam⸗ pyr, und ich fühlte mich erleichtert. Ich bin herzlich froh, denn ſollte dieſer liebenswürdige Spleen noch vier⸗ undzwanzig Stunden länger gedauert haben wahrlich, ich hätte allen Umgang mit Menſchen aufgeben mögen. Wohl denn, ein friſcher Windzug hat ſich erhoben, und der wird die an einander ſchlagenden Segel ſchon wie⸗ der füllen. Das bon jour! des Creolen lautet jedoch ziemlich trocken und prüfend. Es ſchien, als wollte er in meiner Miene leſen, ob ſeine Höflichkeit nicht wieder mit einer unartigen Steifheit vergolten werden dürfte. Wohl, ich will mir Mühe geben, die üblen Eindrücke