Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1834)
Entstehung
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den Red⸗River ein. Am Abende waren wir in meine Domaine eingezogen.

Santa Vierge! ruft der Spanier in ſeiner Bedräng⸗ niß; was ich rief, weiß ich nicht mehr; nur ſo viel weiß ich, daß mir die Haare zu Berge ſtanden, als ich dieſe ſogenannten Improvements beaugenſcheinigte. Das wohnliche Haus war eine Art Schweineſtall, nicht ein⸗ mal aus Balken, ſondern aus Baumäſten zuſammenge⸗ flickt, ohne Thüren, Fenſter und Dach, und da ſollte der Faſhionable Howard hauſen? und zwar zu einer Zeit, wo der Thermometer zwiſchen 95 und 100 varirte; doch Noth kennt kein Gebot. Wir machten uns an die Arbeit, und in zwei Tagen ſtanden zwei ſo leidliche Hütten da, als je einen Backwoodsman aufnahmen, mit der einzigen Unbequemlichkeit, daß, wenn es ſtark reg⸗ nete, wir unter dem Cottonbaum, der in der Nähe ſtand, Zuflucht ſuchen mußten. Glücklicherweiſe waren jedoch fünfzig Acker beurbart, und dieß half. Wir pflanzten und hausten ſo gut es ſich thun ließ; bei Tage ſäete und pflügte ich, bei Nacht beſſerte ich Riemenzeug, auch Löcher in den Inexpreſſibles aus. Von Geſellſchaften waren wir wenig geplagt, denn mein nächſter Nachbar wohnte fünf und zwanzig Meilen von mir, und ſo verging der erſte Sommer. Im zweiten ging es beſſer, im dritten

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