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kes aus der Remiſe gezogen, auf dem ich mein ganzes Mobiliarvermögen zuſammengepackt, Wolldecken und Aexte, Harken und Pflugſcharen, Cottonhemden und Töpfe. Ich, der Faſhionable, ſaß oben an, die Mappe meines neuen ſouvera inen Beſitzthums in der Taſche, und nicht viel weniger ſtolz als ein derlei Souverain, von denen es einige in der Welt geben ſoll, die nicht einmal ſo viel Landes beſitzen. Wer ſo den Miſter Howard, der noch vier Monate zuvor den Reigen bei H— und P— an⸗ führte, inmitten dieſer Welt von Töpfen, Flaſchen, Bün⸗ deln, Stricken, Pfannen, ſah, der mußte lachen. Es lachte aber niemand, ſo gern ich es geſehen hätte; we⸗ der weinte eine Seele, denn Thränen waren damals in New⸗Orleans ſelten. Man war ſo an den Tod gewöhnt, und dieſer hatte alle Gefühle ſo abgeſtumpft, daß ſie ein ganz koſtbarer Artikel wurden. Aber ſelbſt wäre das gelbe Fieber nicht geweſen, ſo herrſcht bei uns wieder ſo viel geſunder Sinn, daß derlei Aufzüge nichts weni⸗ ger als lächerlich erſcheinen, und die brillanteſte Schöne wird eben ſo willig mit ihrem neuen Bräutigam einen derlei Dearborn beſteigen, als die Landnymphe es in Begleitung ihres geliebten Tom thut, und wer in unſern Hinterwäldern keiſet, wird oft Ueberraſchungen finden, von denen kaum einem Romanſchreiber räumen dürfte.
Transatl. Skizzen. I. 42


