Dieß Miſter Warrens? fragte ich, mich auf die Stirne ſchlagend.
Wer ſonſt als er? Ich bitte dich, vermeide alles Auf⸗ fallende; unſre Tante hat dich im Auge.
Das Wort rief mich wieder zurück. Sie ſtand mir gegenüber, ein boshafter, ſchadenfroher Zug ſpielte um ihre Lippen. Kaum hatte Richards Zeit, mir die Worte zuzuflüſtern: Sei ein Mann! ſo ſtand ſie auch ſchon vor mir, um mich mit aller möglichen Zutraulichkeit
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zum Mittagseſſen einzuladen. Ich wollte ein beſtimm⸗ tes Nein ausſprechen; allein Richards und ſeine Frau traten wieder dazwiſchen, und ſagten zu. Die alte Dame
fixirte mich einen Augenblick, und wandte ſich dann zu 4 der übrigen Geſellſchaft. Sei nur diesmal ein Mann, und gieb dich dem Spotte der Tante und ihrer tauſend Nebenzungen nicht bloß, bat Richardz.— Was kümmert mich die Tante und ihre tauſend Nebenzungen, wollte ich erwiedern; aber Richards mußte in meiner Seele geleſen haben, und ſprach ernſt und trocken: Das ſchroffe, leidenſchaftliche, träumeriſche Weſen taugt fürwahr nur, dich zum unge⸗ nießbaren Sonderling zu ſtempeln. Bedenke, daß du unter deinen Nachbarn biſt, denen du nie eine Blöße geben darfſt.
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