— 447—
recht erbärmlich vor ihm geſtanden ſein, da ich, ſtatt Antwort zu geben, ſein ganzes Geſtelle abmaß, als wollte ich ihn aufnehmen,— auf ſeine gepuderten Haare, den Haarzopf, die ſeidenen kurzen Unterbeinkleider her⸗ abſah, die Schuhe mit den goldenen Schnallen muſterte, und mir doch kein Sterbenswörtchen einfiel. Ich wollte bereits um Vergebung bitten, ſeinen Namen überhört zu haben, als Ralph Doughby ſeine Hand auf meine Schul⸗ ter legte. Beinahe hätte ich es ihm Dank gewußt, ſo wenig ich übrigens den gar zu derben Schwenkflügel lei⸗ den mochte. Ehe ich mich umſah, hatte der Mann ſeine Verbeugung gemacht, und mich, den Tropf, ſo mußte er nothwendig denken, ſtehen gelaſſen. So geht es acht und zwanzigjährigen Hageſtolzen, die auf die Mädchenſchau ausgehen. Ich hatte ein wenig Mühe, den Haſenfuß, ich meine Doughby, aus ſeinem zwölf Zoll hohen Halskragen und dem Carterſchen Fracke und Pantalons herauszufinden, mit denen er ſich während ſeiner Newyork⸗Tour ausgerüſtet. Bei dem kommen die Flegeljahre ganz verkehrt; gewöhnlich fangen ſie mit achtzehn bei uns an, und enden mit vier und zwanzig. Wer hätte aber das an unſerm Doughby vermuthen ſol⸗ len, als er noch vor zwei Jahren ſteif und bedächtlich mit der Peitſche hinter ſeinen armen Negern einhertrabte?
4
. 3


