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mountains dehnen. Die Sonne ſank ſo eben hinter die Schneeberge, als ſie an dem weſtlichen Ende des langen Tafelfelſens landeten, der, wie bekannt, am linken Ufer des rothen Fluſſes wallartig, einem ungeheuern Würfel gleich, emporſteigt. Als ſie ihr Canoe verlaſſen hatten, gingen ſie einem Felſen zu, der ſich unfern dem Ufer in der öden Salzſteppe erhebt, und in deſſen Mitte ſich eine Grotte befindet, einem gemauerten Gewölbe nicht unähnlich. Da ſchlugen ſie ihr Nachtquartier auf. Die⸗ ſer Felſen bildet die imaginäre Grenzlinie, die die Pawnees des Toyaskſtammes, die Conſas und die Oſa⸗ gen für ihre Jagdreviere ſich geſetzt haben. Der junge Häuptling befahl den Seinigen ein Feuer anzuzünden, denn der alte Mann, der ſo eben aus dem heißen Clima Louiſianas angekommen war, zitterte vor Kälte. Nach⸗ dem ſie ihr ſparſames Nachtmahl eingenommen hatten, ſtreckte ſich der alte Häuptling mit ſeinen Oconees vor dem Feuer nieder und entſchlief. El Sol horchte noch einer Legende, die einer ſeiner Cumanchees erzählte, als ein ferner Laut an ſeine Ohren ſchlug. Die drey Klie⸗ ger ſprangen zugleich auf ihre Füße, und ſtreckten ihre Köpfe in der Richtung des Luftzuges, der den Laut an ihre Ohren brachte.
„Hunde!“ murmelte der junge Cumanchee,„ſie knurren gegen einen Feind, der ihnen eine Wunde ſchlug, wenn es in ſeiner Macht ſtand, ſie zu vernich⸗ tenz“ und indem er die drey Schläfer aufweckte, flog


