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begründet, natürlich ſo lange der Vater ſeine Anſprüche nicht geltend macht, jedoch nach dieſen Beweiſen zu ſchließen, kann kein Zweifel mehr obwalten, daß die junge Dame, die weiße Roſe genannt, eine und dieſelbe mit der in dieſem Papiere angegebenen Kinde ſey, und
daß ſie ihrem Vater zurückgegeben werden müſſe, ſo bald
er ſie anſpricht, und ſobald er die Forderungen des In⸗ dianers für Verköſtigung und Pflege befriedigt hat.“
„ Kein Zweifel, Euer Exzellenz,“ erwiederte der Fremde,„und der ſehr edle Vater der jungen Dame, deſſen Geſchäftsführer in Veracruz ich die Ehre zu ſeyn habe, wird gerne zehnfach vergelten, was ihm nach ſo langem Jammer und Suchen wieder zum Beſitze ſeines einziggeliebten Kindes verhelfen kann. Ich habe Voll⸗ macht ſchon ſeit dreyzehn Jahren in dieſer Hinſicht.“ Er wies eine zweyte Schrift vor.—
Die Theilnahme der Anweſenden an dem Schickſale des intereſſanten Kindes fing nun an ſich laut auszuſpre⸗ chen; die Meinung der ſämmtlichen, im Saale befindli⸗ chen Offiziere, worunter auch mehrere angeſehene Rechts⸗ gelehrte und Staatsbeamte waren, ging dahin, daß un⸗ ter obwaltenden Umſtänden das Kind nicht wieder den Wilden ausgeliefert werden, ſondern einſtweilen in der Obhut des Major Copeland oder Oberſten Parker ver⸗ bleiben ſolle, bis die Anſprüche des Indianers auf Ko⸗ ſtenvergütung ausgeglichen ſeyen.
Dieſe waren in einer Spannung geſtanden, die jeden


