— 217—
macht, deſto gerathener für euch. Hier in den Ver⸗ einten Staaten gedeiht ihr nun einmal nicht, und wenn ihr, wie Magdalena, bußfertige Thränen weint.“
„Das ſehe ich nur zu deutlich,“ entgegnete der Ver⸗ mummte zähneknirſchend.„Wahrlich, wenn ich das gewußt hätte“—
„Und was denn?“ fragte der Wirth.„Was ihr erlangt habt, iſt aller Ehren werth. Ihr werdet doch nicht wollen, daß ſie euch Aemter und Würden geben?”
„Hol der Teufel ihre Aemter, ich wollte lieber—“
„Wohl!“ fuhr der Wirth fort,„ihr habt euch ein ſchönes Vermögen zuſammen gebeutet. Ihr könnt eure Tage in Ruhe leben.“
„Ja,“ rief der Vermummte,„es war der ſchönſte Tag meines Lebens, eine herrliche Rache, eine Rache ſo göttlich, daß es mir nur leid thut, daß ich ſie nicht theilen konnte. Wären nur tauſend unſrer Braven zu⸗ gegen geweſen, als wir dieſe Krämerſeelen jagten. Möge mich— verdammen, es war ein ſchöner Tag.”
„Ihr habt euch gut benommen;“ ſprach der Wirth.
Der Vermummte ſah ihn verächtlich an,„Benito,
aus deinem Munde mein Lob hören zu müſſen! Spare
deine Zunge, ich bitte dich, oder— Teufel und Hölle!— Jeder Sergent, jeder Corporal wurde in ihren Zeitun⸗ gen geprieſen, nur ihn, der vielleicht mehr zum Siege beytrug, als zehn ihrer Compagnien; nur ihn mit ſeinen dreyßig Braven vergaß man.”“
——õ—õõ—õ—õ—


