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ſich von ihr und der Familie los. Und Trupp auf Trupp zog nun an ihnen vorüber. Ein dumpfes düſteres Gemurmel, ein anfangs leiſes, unterdrücktes, dann all⸗ mählig lauter werdendes Schluchzen der Frauen, Mäd⸗ chen und Kinder.„Gott ſegne euch! Er ſey mit euch, der Herr der Heerſcharen!“ rief es aus hundert Kehlen. „Denkt an Weib und Kind! Seyd ſtark, ſeyd Män⸗ ner!“ ſchrien und kreiſchten andere. Da ſchrak Roſa plötzlich zuſammen.„Um Gottes willen!“ rief ſie, und flog erſtarrt in die Arme ihrer neuen Mutter, Sie drückte ihr Geſicht in den Buſen der Dame. Sie deutete ſchaudernd hinter ſich auf eine Schaar von Män⸗ nern, die im dichten Nebelflor, von einem Zug Milizen geführt, auf das Dampſſchiff zuſchritten.
„Was iſt's? was iſt's?“* rief die erſchrockene Oberſtin.
„Mutter! um Gotteswillen rette mich!— Rette deine Roſa!”“ Mehr vermochte ſie nicht zu ſagen, denn ſie hing in den Armen der Frau halb todt vor Schrecken, ihre Glieder ſchlotterten, ſie war von unendlicher Angſt ergriffen.
Da ſtürzte plötzlich von hinten eine rieſiglange hagere Geſtalt, gleich einem Geſpenſte, unter die Gruppe der Damen, riß Roſa mit Rieſengewalt aus den Armen der
3 Frau, und hielt ſie mit den langen dürren Händen um⸗ ſchlungen, mehr wie ein hölliſches Nachtgeſpenſt, denn


