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natürlichen Verhältniſſes zum Seeräuber, hatte ſich nun ihr niedergedrücktes Gemüth nicht nur aufgerichtet, ſon⸗ dern die ſchreckliche Cataſtrophe, welche die Wilden und vor⸗ züglich den Miko getroffen, hatte auch ihre Lage auf eine Art geändert, die, ſo ſchmerzlich ſie das jammervolle Ende ihrer Freundin noch immer empfand, nichts deſto weniger einen vortheilhaften Einfluß auf ſie äußern mußte. Der durch den Tod der Seinigen in ſtumpfe Bewußt⸗ loſigkeit verſunkene Miko, hatte vieles von dem ihm eigen⸗ thümlichen herriſch ſtarren unbeugſamen Sinn verloren und war nun gewiſſermaßen ſelbſt in jene Hülfloſigkeit verſunken, die, wie es ſchien, in ihr und ihrem reinen kindlichen Gemüthe allein Troſt, Stütze und Labung fand. Nur ſie war im Stande geweſen ihn zuweilen aufzuhellen, ſeine erſtarrte Seele, ſchien es, fand es für nöthig, ſich an ſie zu halten und ſich zuweilen zu ſonnen an den Erinnerungen verfloſſener Tage. Dieſe allmählige Aner⸗ kennung einerſeits, ſo wie die zarte Aufmerkſamkeit des jungen Häuptlings andererſeits, hatte das edle, reine, ſich ſelbſt vergeſſende und nur im Wohle Anderer lebende Gemüth auf den Fittichen der Liebe emporgehoben, und ihr allmählig eine höhere Betonung gegeben. Sie war noch immer Kind, eine zarte unſchuldige Seele, aber die Cataſtrophe war der Prüfſtein ihres Lebens geworden, dem ſie nun eine höhere Richtung gab. Die höhere Würde der zarten Jungfrau fieng an ſich in ihr zu regen.


