Teil eines Werkes 
3. Theil (1833)
Entstehung
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hinaufkrochen, ſchimmerten mit ihren glänzend weißen Segeln wie Schwäne auf dem erglänzenden Waſſer⸗ ſpiegel.

Ach wie ſchön, ſprach eine ſchmelzend ſanfte Stimme hinter den beyden Mädchen, während zwey blendend weiße Arme ſich um ihre Nacken legten und ein wunderliebliches Weſen in ihre Mitte trat.Guten Morgen meine Schweſtern! Die beiden Mädchen prall⸗ ten aus einander, ſahen die holde Grüßende einen Augen⸗ blick verwundert an und flogen dann beyde zugleich auf ſie zu, und indem ſie ſie umſchlangen, preßten ſie eine Unzahl Küſſe auf deren lieblichen Mund und Wangen.

Und wer biſt du denn, du lieber holder Engel? fragte Virginie.

Mein ſüßes Kind, wie kömmſt du hieher? fiel Gabriele ein.

Mein ſüßes, liebes Götterkind, ſiel die erſtere wieder ein, indem ſie ſie umſchlang und Kuß auf Kuß auf ihre Lippen preßte.

Es war Roſa, die in der reizenden Ueberraſchung, die ſie den beyden Mädchen verſchafft, noch nicht Zeit gehabt hatte ein Wort zu ſagen.Sie nennen mich Roſa, liebe, ſchöne Schweſtern, liſpelte ſie.

Roſa, meine ſüße, liebe Roſa, die holdeſte ſchönſte Roſe. Und wieder umſchlangen ſie das wunderſchöne Mädchen und erdrückten es beinahe in ihren Liebkoſungen. Es war ein lieblicher Anblick, das holde Naturgeſchöpf