Teil eines Werkes 
3. Theil (1833)
Entstehung
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Das Geſetz und der anerkannte Gerechtigkeits⸗ und Billigkeitsſinn des achtungswerthern ſüdlichen Bürgers, hat auch das Loos dieſer Klaſſe bereits um vieles verbeſ⸗ ſert, und wenn es einerſeits drückend erſcheint, daß ih⸗ rem Lande geraubte Unglückliche oder deren Nachkommen in fremden Dienſten fröhnen ſollen, ſo dürfen wir hinwie⸗ der nicht vergeſſen, daß dieſe Zwingherren, ſchuldlos an dieſem fluchwürdigen Dienſtzwang, ſelbſt unter dem er⸗ erbten gefährlichen Joche leiden, und daß die menſchen⸗ freundlichſte Weisheit nicht ohne Schaudern an eine plötzliche Loslaſſung einer ſeit Jahrhunderten gefeſſelten Race denken dürfte.

Die Sonne war mittlerweile hinter dem ungeheuern Cypreſſenkranze, der in Oſten die Pflanzung umgürtet, hervorgeſtiegen, und ihre Strahlen dünnten allmählig den Nebelſaum, der ſich über die ganze Landſchaft hingezogen hatte; nur am Hauptſtrom ſchwamm er noch, eine unge⸗ heuere Schichte, hinter der am jenſeitigen Ufer die Pflanzungen und Wälder den Horizont begrenzten.

Ein reizendes Mädchen im eleganten Morgenanzuge war auf die Piazza des Hauſes herausgeflogen und ſah ſorgfältig in der Richtung des Bajou hin, von dem man über den mäßigen Raſenplatz durch Gruppen von China⸗ tulpen, Orange⸗ und Citronenbäumen einer weiten Aus⸗ ſicht auf den Strom gegen Weſten genoß, die nur gegen Norden zu durch die Bluffs oder das Hochland begrenzt war, deren ſchroffe mit Jasmin und Reben⸗