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ächtlichen Blicken nach zu ſchließen, die er über die da aufgehäuften Koſtbarkeiten warf, und die er gewiß eben ſo wenig beachtet haben würde, wären ſie ihm im Ca⸗ binette eines Monarchen aufgeſtoßen. Ohne ſich im min⸗ deſten zu geniren, fing er an ſich der verſchiedenen Be⸗ ſtandtheile ſeiner Garderobe zu entledigen, indem er gleichſam zum Trotze ſeine Leggings oder Knietücher über einen Cachemirſhawl hinwarf, der nachläßig die Lehnen eines Sopha zierte, ſeinen Hut einer marmor⸗ nen Niobe aufſetzte, ſeine Handſchuhe auf einer porphyr⸗ nen Vaſe, und ſeine mit Bley gefüllte Reitpeitſche am Roſaholz⸗Pianoforte Platz nehmen ließ und, nachdem er ſo über ſeine Mobilien diſponirt hatte, ſich ganz ge⸗ müthlich in einem Fauteuil vor dem Kaminfeuer nieder⸗ ließ, und den Kamm aus der Taſche zog, um ſein Haar in Ordnung zu bringen. Als er dieſes Lieblings⸗ geſchäfte eines ächten Hinterwäldlers abgethan, war er zum Sideboard getreten, um ſich ein Glas zu füllen.
Die Glocke am Parkgitter verkündigte noch die An⸗ kunft eines nächtlichen Beſuches. Die zwey Offiziere ſahen ſich ſchweigend an, als ein Milize, vom ſchwarzen Bedienten eingeführt, in den Salon trat.
„Oberſt Parker und beſonders Major Copeland wer⸗ den vom Capitän Percy erſucht, ſchleunigſt hinabzukom⸗ mnen, das Bataillon von Opelouſas iſt angekommen.“
„Wohl! ſo ſoll er es bis Sonnenaufgang einquar⸗ tieren. Wir bedürſen einiger Stunden Ruhe.“


