Teil eines Werkes 
2. Theil (1833)
Entstehung
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den. Immer ſind dieſe Seligkeiten reller als unſre ma⸗ gern Pfaffenlügen.

Der Lieutenant lachte pflichtſchuldigſt aus vollem Halſe.

Der Miko war in ſeiner gewöhnlichen Stellung ge⸗ ſeſſen, hatte ſein Haupt auf die Bruſt geſenkt und in ſeine beyden Hände geſtützt. Er erhob dieſes, blickte den See⸗ räuber einige Augenblicke an, verſank aber wieder in ſein voriges Hinbrüten.

Laſſen Sie ſich's ſchmecken, Lieutenant, mahnte der Capitän.Solche Leckerbiſſen dürften wir nicht viele mehr über unſre Zunge bringen. Der große Geiſt würde ſein Angeſicht verhüllen, wenn wir ſeine Gaben ver⸗ ſchmähten. Aber nun Freund Miko, fuhr er zu dieſem ge⸗ wendet fort, werdet ihr nicht verſagen auf das Wohl eines Gaſtes ein Glas zu leeren, ſonſt müßte dieſer noch heute Nacht aufbrechen. Er liebt ein wenig Stolz; abe Jn viel iſt ungeſund.

Mein Bruder, ſprach der Miko,iſt willkommen; Tokeah hat nie ſein Tomahawk gegen einen erhoben, den er in ſeine Hütte aufgenommen, noch hat er die Sonnen gezählt die er in dieſer geblieben.

Ich bin überzeugt, ſprach der FranzoſedaßTo⸗ keah mein Freund iſt, und wenn irgend eine böſe Zunge Unkraut auf den Pfad, der zwiſchen uns liegt, geſäet hat, ſo wird der weiſe Miko über dieſes hinweggehen.

Die Oconees ſind Krieger und Männer*, ſprach die⸗ Der Legitime. II. 2