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der letzten zwei Tage, ſein unſägliches Glück, den un⸗ endlichen Reichthum ihrer Güte, Milde, und was wir milk of human kindness nennen, ungeſtört Freuden⸗ thränen Lauf zu laſſen. Er wußte ſich nicht mehr zu faſſen, er mußte ſeinem vor Freude und Wehmuth gepreßten Herzen Luft machen. Er hielt ſich beide Hände vor das Geſicht, um ungehindert ausweinen zu können.
Eine zarte dritte zog ihm dieſe weg. Sie, in ihrem ſchönſten Liebreize— Engel und Grazie zugleich, ſtand vor ihm, ſah ihn zärtlich an, ſprach aber nicht; nur ſchlug ihr Buſen bewegter.
Unwillkürlich glitt er von der Bank herab auf die Kniee, die er umfaßte; aber eine Weile vermochte er kein Wort hervorzubringen.
„Alexandrine!“ ſchluchzte er endlich;„Alexandrine! Herrliche! Engelgleiche! ich kann es nicht länger ver⸗ bergen, ich muß reden, es würde mich erwürgen. Seit ich Sie zum erſten Male in Paris ſah, ſeit dieſer Zeit öffneten ſich mir die Thore des Paradieſes.“
Sie ſprach nicht.
„Ich liebe, ich liebte Sie beim erſten Anblick, jetzt,
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