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bei Weſt vom Trinityfluſſe— mitten durch Prairies ohne Weg und Steg,— über Flüſſe und Ströme— die zwar keine Miſſtſtppis oder Potomacks, aber doch tief und breit genug ſind, Armeen mehrere Tage auf⸗ zuhalten. Für unſere an Beſtegung von Hinderniſſen aller Art gewöhnten Farmers und Hinterwäldler waren dieſe wegloſen Prairies und brückenloſen Ströme nur Kleinigkeiten. Was ſich nicht durchreiten ließ, wurde durchſchwommen. Selbſt wir, die wir auf Akademieen und Univerſttäten erzogen, vergleichs⸗ weiſe in Luxus aufgewachſen— in den Staaten oben gewiß an viel unbedeutenderen Flüßchen ſtundenlang nach Brücken und Fähren geſucht hätten, fühlten hier ihr Bedürfniß gar nicht.“—
„Sie glauben aber auch gar nicht, wie ſelbſt der Gebildete, Wohlerzogene— wenn in natürliche Zu⸗ ſtände verſetzt, vorzüglich aber in aufgeregter Stim⸗ mung,— die ihm von Jugend auf zur Gewohnheit, ja gleichſam zur Natur gewordenen Bequemlichkeiten und Bedürfniſſe ſo leicht entbehrt, vergißt! Ein paar Jahre früher, und acht Tage ohne Obdach, ohne warme Nahrung, ganz im Freien— öfters im Regen zugebracht— würden uns ganz gewiß auf das Kran⸗
Das Cajütenbuch. II. 2


