Teil eines Werkes 
14. Theil, Das Cajütenbuch oder nationale Charakteristiken : in zwei Theilen : 1. Theil (1847) Nationale Charakteristiken
Entstehung
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minder brutale Weiſe gezähmt. Es werden ihm die Augen verbunden, das furchtbare, pfundſchwere Ge⸗ biß in den Mund gelegt, und dann wird es vom Reiter— die nicht minder furchtbaren, ſechs Zoll langen Sporen an den Füßen— beſtiegen und zum ſtärkſten Galopp angetrieben. Verſucht es, ſich zu bäumen, ſo iſt ein einziger, und zwar gar nicht ſtarker Riß dieſes Martergebiſſes hinreichend, dem Thiere den Mund in Fetzen zu zerreißen, das Blut in Strö⸗ men fließen zu machen. Ich habe mit dieſem barba⸗ riſchen Gebiſſe Zähne wie Zündhölzer zerbrechen ge⸗ ſehen. Das Thier wimmert, ſtöhnt vor Angſt und Schmerzen, und ſo wimmernd, ſtöhnend, wird es ein oder mehrere Male auf das ſchärfſte geritten, bis es auf dem Punkte iſt, zuſammenzubrechen.— Dann erſt wird ihm eine Viertelſtunde Zeit zum Ausſchnau⸗ fen gegeben, worauf man es wieder dieſelbe Strecke zurückſprengt. Sinkt oder bricht es während dem Ritte zuſammen, ſo wird es als untauglich fortge⸗ jagt oder niedergeſtoßen, im entgegengeſetzten Falle aber mit einem glühenden Eiſen gezeichnet und dann auf die Prairie entlaſſen. Von nun an hat das Ein⸗ fangen keine beſonderen Schwierigkeiten mehr; die