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jeder Hütte, jedem Baume, der innerhalb ihres Ge⸗ ſichtskreiſes tritt— jetzt fallen ſte auf mich, ein freu⸗ diges Blitzen durchzuckt ſie, ſie drückt meine Hand— ſinkt mir in die Arme—
„George!“
„Louiſe!— Bedauerſt Du, daß Du das Vaterhaus verlaſſen?“ ſprach ich mit weicher leiſer Stimme.
„Nein, nein“ liſpelt ſie.
„Danke Dir.“— Jetzt fühlte ich, daß ich glücklich war, weil ich glücklich gemacht— Vater und Mutter ſchauen uns ſtarr an; als wir aufblicken, fallen ihre Blicke auf Julien, in der Aehnliches vorgegangen war, die ſich aber ſo feſt an die Mutter anklammerte, als ob ſte nicht mehr von ihr laſſen wollte.
„Mes enfans! voilà du monde qui nous altend,“ mahnt der Papa.
Und wie der Regenſchauer vor den ſtegenden Strah⸗ len der Sonne ſchwindet, ſo ſchwinden Wölkchen und Thränen auf dieſe Worte.— Zwanzig Stimmen, die uns begrüßen, reißen uns vollends aus den tiefen Gedanken.
dqoche—


