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„Wollen Sie mir gefälligſt Ihren Wagen bis an den Fluß geben?“ fragte ich den Creolen.
„Von Herzen gern. Eine bloße Spazierfahrt, wenn ich fragen darf?“
„Nein, ein wenig weiter. Ich will ſehen, was die Meinigen thun.“
„Uns verlaſſen?“ ſchrie Louiſe, und etwas lang⸗ ſamer Julie und die Mama.
„Wenn Sie erlauben, ſo will ich in kurzer Zeit wieder ſo frei ſeyn, Sie zu beſuchen; aber für heute muß ich gehen.“
Die Roſen waren von den Wangen Louiſens ge⸗ wichen, ſte wandte ſich, und ich glaube, eine Thräne perlte ihr in den Augen.
Wir ſaßen eine Viertelſtunde, ohne daß ein Wort über unſere Lippen gekommen wäre. Der Creole ſprach endlich.„Sie ſchienen doch recht vergnügt bei uns; hat ſich etwas zugetragen?“
„Etwas für mich ſehr Wichtiges; ich wuß wirklich ſogleich fort,“ war meine Antwort.
Louiſe war aus dem Saale geeilt; ich folgte ihr, und fand ſie ihrem Zimmer zuſchwankend.


