Teil eines Werkes 
8. Theil, Morton oder die große Tour : in zwei Theilen : 2. Theil (1846) Die große Tour
Entstehung
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Sehr unartig, bemerkte die Counteß.

Das war es, bekräftigte der Erzähler,und die Seckelmeiſter beeilten ſich deßhalb eben nicht ſehr, ihm die Botſchaft zu hinterbringen, in Anbetracht, daß der alte Herr nichts weniger als zum Scherzen aufgelegt wäre. Sie gingen jedoch, und ſprachen mit ihm ſo höflich als möglich; denn dieſe Leute können die gröbſten Dinge in einer ſehr zierlichen Sprache ſagen; und ſo ſagten ſie ihm ihre Meinung ſehr artig, wie ſie glaub⸗ ten, aber nicht wie Er glaubte; denn er gerieth in eine wahre Wuth, und in einen ſo heftigen Fieberanfall, daß er, ſo ritterlich galant er auch ſonſt war, wie raſend um ſich ſchlug, und in ſeinem Zorne die Phiole ergriff, und ſie den Seckelmeiſtern an den Kopf warf.

Und es ließ ſich ein ſchriller, durchdringender Ton hören, anfangs nicht ſtärker und lauter als der einer Saite, die im Luftzuge ſpringt; aber dann erhob ſich der Klageton ſtärker, und drang ſchneidender durch die Lüfte durch alle Nerven drang er, und durch⸗ ſchauerte die Körper, und der Alte und die Seckelmeiſter und alle Leute ſtanden wie durchſchnitten von dieſen Tönen, und ſchauderten; und es war Ein Schauder, Ein entſetzlicher Schauder: denn die Töne durchfuhren