III.
Schon nach dem Bekanntwerden des Teſtaments mußte es im höchſten Grade wahrſcheinlich ſcheinen, daß Charles Sealsfield der verſchwundene Karl Poſtl ſei; denn wie ſollte ein Amerikaner dazu gekommen ſein, ſein Vermögen den Kindern eines Bauers in Mähren zu vermachen? Nun erklärte ſich ſein lebens⸗ längliches Cölibat, die Scheu, ſein Bildniß unter die Leute zu bringen, ſein Ausweichen vor katholiſchen Geiſtlichen, die Ungeduld über das Glockengeläute der Klöſter, die ſich in der Nähe ſeiner Wohnung unter den Tannen befanden. Aber es ſollten die Indicien der Identität immer ſchärfer hervortreten. Karl Poſtl war 1793 geboren, nun ergab es ſich aus den Liſten der ſchweizer Volkszählung von 1860, daß Sealsfield


