Waverley benutzte dieſe Friſt, um den Obri⸗ ſten Talbot, und vorzuͤglich Fergus zu beſuchen, theils um zu verſuchen, ob die Strafe des Haͤupt⸗ lings zu mindern waͤre, theils um der ungluͤcklichen Flora bey Miß Roſa eine Zuflucht anzubiethen, in jedem Falle aber alles Moͤgliche fuͤr beide zu thun. Es ſchien ihm freylich ſchwer, den Fergus zu retten; vergebens hatte er den Obriſten Tal⸗ bot fuͤr dieſen Haͤuptling zu intereſſiren geſucht, ſeine Antwort gab ihm keine Hoffnung, indeß begab er ſich zu ihm nach Edinburg, wo er mit wichtigen Auftraͤgen des Herzogs von Cum⸗ berland beſchaͤftigt war, und ſeine Gemahlinn erwartete, der die Aerzte nur kleine Tagereiſen erlaubten, und die ſein Neffe Stanley begleiten ſollte. Der Obriſte empfig ihn wie einen Sohn, aber in Hinſicht Fergus blieb er unerbittlich. „Außerdem, daß meine Unternehmungen ver⸗ gebens ſeyn wuͤrden,“ ſprach er,„ſo geſtehe ich Euch, daß mir mein Gewiſſen nicht ver⸗ ſtattet, etwas fuͤr ihn zu thun, ob ich ihn gleich von Herzen bedaure. Die Gerechtigkeit, welche die Nation, wegen des empfangenen Schimpfs zu raͤchen hat, konnte zum Beyſpiele anderer kein beſſeres Opfer waͤhlen. Er kann nicht anfuͤhren, verfuͤhrt oder betrogen zu ſeyn; ſeine Unternehmung war lange uͤberlegt; mit
IV. J


