„Mein liebſter Fergus, wie koͤnnt Ihr mir im Ernſte von ſolchen Kinderpoſſen ſprechen?“
„ Ich verlange ja nicht, daß Ihr ſie glaubt, aber die Wahrheit deſſen, was ich Euch ſage, iſt hurch dreyhundertjaͤhrige Erfahrung meiner Vorfahren, und durch meine eigene in dieſer Nacht beſtaͤtigt.“
„Um's Himmels Willen, erklaͤrt Euch deut⸗ licher!“—
„Ich will es thun, aber mit der Bedingung, daß Ihr nicht daruͤber ſcherzt. Hoͤrt alſo! Seit dem Tage, wo unſer unſeliger Ruͤckzug anſing, hat der Schlaf meine Augen nur ſel⸗ ten beruͤhrt, ſo ſehr war ich mit dem Geſchicke des ungluͤcklichen Prinzen beſchaͤftigt, den man mit gebundenen Haͤnden und Fuͤßen verlaͤßt; mit dem Schickſale, das meinen Stamm erwar⸗ tet; mit dem voͤlligen Ruin meines Geſchlechts. Dieſe Nacht, vom gluͤhendſten Fieber ergriffen, verließ ich mein Quartier, in der Hoffnung, daß mich die kuͤhle Luft erquicken werde, da— ich wage kaum fortzufahren: ich weiß, Ihr werdet mir nicht glauben; dem ſey wie ihm wolle!— ging ich durch einen kleinen Bach, uͤber dem ſich eine Art Breterbruͤcke woͤlbte, ſetzte mich auf die Stufe zur Rechten, ohne eine beſtimmte Richtung, und bemerkte im


