— 26—
Halt. Der Anfuͤhrer⸗ in welchem Eduard, Do⸗ nald's Lieutenant zu erkennen glaubte, empfahl das tiefſte Schweigen. Er gab ihm eine Flinte, zwey Piſtolen, und ein langes Schwert. Um ihm anzuzeigen, daß ſie ſich ihren Weg muthig wuͤrden bahnen muͤſſen, legte er die Hand an’s Schwert und auf ſeine Bruſt, dann ging er an der Spitze ſeiner Leute, die nur einzeln in einer Reihe hintereinander gehen konnten. Waverley folgte ſeinem vorſichtigen Tritt, und auf der Höhe machte man wieder Halt. Jetzt ward ihm dieſe Behutſamkeit klar, denn er hoͤrte die Engliſchen Wachen: Wer da? rufen. Der Wind kam von der Seite, und von Fels zu Felſen klang das Echo, welches ſich wohl noch ſechs Mal, aber immer entfernter, wiederholte. Die Naͤhe eines Feldlagers war nicht zu bezweifeln; aber wie ſie durchkommen wollten, daß konnte nur Raͤu⸗ bern bekannt ſeyn, die gewohnt waren hier des Nachts die ſchwierigſten Wege zuruͤck zu legen. Zu Betrachtungen war indeß keine Zeit, ſie gin⸗ gen bey einem großen Gebaͤude voruͤber, wo in zwey Fenſtern ſchwaches Licht war. Etwas wei⸗ ter ſing der Fuͤhrer an, wie ein Windhund nach der Spur zu wittern, und ließ abermals Halt machen, er huͤllte ſich in ſeinen Mantel, und ging recognosciren. Bald kam er wieder, ließ


