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„Ein Naͤuberhaͤuptling,“ lachte Roſa,„ein Edelmann iſt er, voll Ehrgefuͤhl, Haͤuptling eines ſehr maͤchtigen Stammes, auf gleiche Weiſe von ſeinen Lehnsleuten, Freunden und Verbuͤndeten geachtet!— Was hat er denn gemein mit Raͤubern? Iſt er denn mit der Magiſtratur bekleidet, oder iſt er Friedensrichter?
„Eher iſt er Kriegsrath.— Ein boͤſer Nachbar iſt er fuͤr die, welche nicht ſeine Freunde ſind; er hat mehr Leute zu ſeinem Befehle, als an⸗ dere Lehnsherren, die dreymal reicher ſind, als er. Was ſeine Gemeinſchaft mit den Raͤubern betrifft, ſo kann ich Euch daruͤber nichts Ge⸗ wiſſes ſagen; ich weiß nur ſo viel, daß man nicht das Geringſte von ihnen zu fuͤrchten hat, wenn man den ſchwarzen Pfennig an Vich⸗Jan⸗Vohr entrichtet.“—
„Den ſchwarzen Pfennig, ſagt Ihr?—
„Ja, das iſt eine Art Auflage, welche die Edlen der Flaͤche gewiſſen Haͤuptlingen der Hochlaͤndiſchen Staͤmme bezahlen, damit ſie ihnen nichts zu Leide thun, und ſie gegen die Unternehmungen ihrer Lehnsleute beſchuͤtzen. Wenn man Euch Euer Vieh nimmt, ſo duͤrft Ihr es, nach dieſem Abkommen, nur dem Haͤuptling melden, und es wird Euch auf der Stelle wieder gegeben, oder er ſchickt auch wohl
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