Teil eines Werkes 
1. Theil (1822)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

— 175—

mit eiligen Schritten die Laͤnge und die Quere maß; ſein duͤſteres und bekuͤmmertes Geſicht ver⸗ kuͤndigte eine empfangene Beleidigung, die ſeine

Eigenliebe todtlich verwundet haben mußte. Er. hielt nicht fuͤr ſchicklich, ihn nach der Urſache

ſeiner Unruhe zu fragen, leicht konnte er ihn kraͤnken, oder wohl gar beleidigen; ohne ihn anzureden, zog er ſich daher zuruͤck, und ging

in den Fruͤhſtuͤcksſaal, wo er Miß Roſa, ſeine

junge Freundinn, fand, die mit ihren gewoͤhn⸗ lichen Vorkehrungen beſchaͤftigt war. Ob ſie gleich weder die heftige Erbitterung ihres Va⸗ ters, noch die Verzweiflung der Melkerinnen, noch die wichtige Unruhe des Amtmanns empfand, ſo war ſie doch nicht, wie immer, und ſchien betruͤbt und geſtoͤrt. Mit Einem Worte erfuhr Eduard jetzt Alles.—

„Capitain Waverley,“ ſagte ſie,„Ihr wer⸗

det ein ſchlechtes Fruͤhſtuͤck haben. Eine Bande

unſerer Freybeuter hat dieſe Nacht einen Ausfall

gethan, und uns alle unſere Kuͤhe entfuͤhrt!“ „Eine Bande Freybeuter?“—

barten Gebirge. Ein gewiſſer Zins, den mein

Vater an Fergus Mac⸗Jvor⸗Vich⸗Jan⸗Vohr

zahlte, bewahrte uns bisher vor ihren Belei⸗

digungen; allein er hielt dafuͤr, daß es eines

„Ja, Capitain, Raͤuber aus dem benach⸗