Teil eines Werkes 
1. Theil (1822)
Entstehung
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er fuͤhlte zu gut, daß ſie ihn laͤcherlich machen muͤßten, und haͤtte er unter einer ſchmerzlichen Strafe, und der Schande, ſelbſt zu entdecken, was im Innern ſeiner Seele vorging, waͤhlen muͤſſen, ſo wuͤrde er keinen Anſtand genommen haben, ſich der ſtrengſten Zuͤchtigung zu unter⸗ werfen. Dieſes Einſamſtehen mußte ihm, als die Leidenſchaften im Grunde ſeines Herzens zu reifen anfingen, noch mehr gefallen. Die ver⸗ fuͤhreriſchen Geſtalten vollkommner Weiblichkeit ſchilderten ſich oft ſeinem Geiſt, und folgten ihm auf ſeinen einſamen Wanderungen.

Err ſtand nicht an, um ſich hier die Modele zu dieſen idealiſchen Schoͤnheiten zu ſuchen. Die Liſte der Schoͤnen, welche jeden Sonntag ihre Reitze in der Kirche zu Waverley ausſtellten, war nicht zahlreich; inzwiſchen unterſchied man Miß Cecilia Stubbs, die Tochter des In⸗ tendanten der Herrſchaft. Ich kann nicht ſagen, ob es die Wirkung des groͤßten Ungefaͤhrs von der Welt— wie ſich taͤglich unſre Da⸗ men auszudruͤcken pflegen, ohne Zweifel ohne es boͤſe zu meinen— oder Sympathie ſeyn mochte, daß auch Miß Cecilie die Zugaͤnge, welche Eduard zu ſeinen einſamen Spatzier⸗ gaͤngen waͤhlte, ſo oft durchkreutzte. Er hatte noch nicht den Muth gehabt, ſich ihr zu nahen,