wechslung in meine Erzaͤhlung zu bringen, um meine moraliſchen Vorſchriften dadurch ange⸗ nehmer zu machen. Ich weiß, daß man keine Frucht von dieſen Lectionen erwarten muß, wenn man nicht das Geheimniß findet, ſie gern gehoͤrt zu ſehen, und dieſe Aufgabe iſt heut zu Tage ſcgwarer 3u erre chene als vor ſechzig Jahten.
Zweytes Kapitel. Das tadelloſe Schloß Waverley.
E⸗ ſind ſechszig Jahre, daß Eduard Waver⸗
leh, der Held dieſer Geſchichte, Abſchied von ſeiner
Familie nahm, um ſich zu dem Regiment zu verfuͤgen, in welchem er zum Capitain ernennet war. Es war ein trauriger Tag fuͤr das ganze Schloß, als unſer junger Krieger ſich von Sir Eberhard, ſeinem Oheim trennte, der ihn wie ſeinen Sohn liebte, und als ſei⸗ nen rechtmaͤßigen Erben betrachtete. Eine Ver⸗ ſchiedenheit der Meinungen in politiſchen Sachen hatte den Baron in ſeiner Jugend mit ſeinem
Bruder Richard, dem Vater unſers Helden, entzweyt. Sir Eberhard hatte von ſeinen Vor⸗


