Teil eines Werkes 
1. Theil (1822)
Entstehung
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Sitten, die Gewohnheiten unſrer Zeiten, die Leidenſchaften nicht unter verſchiedner Geſtalt erſcheinen laſſen; aber das Wappen bleibt im 1 Grunde daſſelbe, obgleich die Farben geaͤndert 3

ſind. Der furchtbare Zorn unſrer Vaͤter war ſehr wohl durch einen Rachen auf dem Schilde 3 vorgeſtellt; er fuͤhrte uns die blutige Rache vor 8 die Augen. Heut zu Tage kann man ihren . Nepoten Sand auf's Schild ſtreuen, ihren lang⸗ ſamen, betaͤubenden, geheimnißvollen Gang an⸗ zudeuten, mit dem ſie ſich geſchickt von ihren Feinden zu befreyen wiſſen!... aber es ſind dieſelben Geſinnungen, dieſelben Leidenſchaften. Der ſtolze Pair, der ſich in unſern Tagen be⸗ gnuͤgt, ſich ſeines Credits, ſeiner Gewalt und ſeiner Reichthuͤmer zu bedienen, um ſeinem Nachbar einen verderblichen Prozeß zuzuziehn, iſt der wuͤrdige Nepote des Barons, der ſich nicht ſcheute, die Burg ſeines Zeitgenoſſen an⸗ 3 zuſtecken, und ihn mit eigner Hand zu erwuͤr⸗ gen, wenn er den Flammen zu entrinnen ſuchte. Ich nahm den Gegenſtand meines Werks aus dem großen Buche der Natur, das, nach 1 den zahlloſen, davon gemachten Auflagen, doch immer neu bleibt. Ich war ſo gluͤcklich, in einem Theile des noͤrdlichen Schottlands Con⸗ traſte aufzufinden⸗ die mir dazu dienten, Ab⸗