Teil eines Werkes 
1. Band (1825)
Entstehung
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234 Buͤrgſchaft abzulegen? Bei St. Denis! ein Montmorenei und ein Le Harnois buͤrgten in England einſt, bloß mit ihrem Worte, fuͤr ihren gefangenen Koͤnig, und ein Zollſchreiber von Wales verlangt mehr Buͤrgen? Freunde, Mitbuͤrger, Franzoſen! hoͤrt mich an! Begraben will ich mei⸗ nen Vater, nicht ihn preiſen, aber giebt es eine Kraͤnkung, die tiefer ihr geaͤtztes Gift ins Herz, ins wunde Herz gießt? Vetter, lieber Vetter, laß mich los, daß ich dem Maulwurf den Unterſchied einer Leiche, in der ein Blut, verwandt mit dem der Valois, floß, und einem geſchoſſenen Wildprett zeige!

Aber der Vetter ließ ihn gluͤcklicherweiſe nicht los. Ber⸗ tram ſtand auf einer Hoͤhe, von welcher er dieſe tragiſche Scene ſehr genau beobachten konnte. Schon laͤngſt war ihm der Sohn des Capitains bekannt vorgekommen; jetzt, als die Geſichtszuͤge im Affect alle moͤgliche Steigerungen durchmach⸗ ten, wurde es ihm klar, der Franzoſe ſei kein anderer als ſein wunderbarer Fuͤhrer aus der Schlucht nach dem Merrſchen Gaſthofe. Indeſſen ließ ihm die raſche Entwickelung der zu⸗ naͤchſtliegenden Begebenheiten keine Zeit, uͤber ihren Zuſam⸗ menhang mit den vorhergehenden nachzudenken. Der Sohn des Capitains fuhr mit den Zeichen der heftigſten Affecte fort zu declamiren:

Freunde? Dulden wir die Beſchimpfung meines Vaters⸗ meines Vaters, dem lebend kein Koͤnig zu nahe zu treten ge⸗ wagt haͤtte? Laßt mich los, Vetter! Freunde, ſprecht!