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Wirklich fing die Maſſe an das Volkslied zu ſingen, ſo daß jeder Anſtand aus dem Leichenzuge entwichen ſchien. Doch konnte man an den Stimmen, den Geſichtern, dem Benehmen und Anzuge der Saͤnger bemerken, daß ſie den rohſten Theil der ſogenannten Leidtragenden ausmachten, waͤhrend der bei weitem groͤßere Theil, welcher vermuthlich aus dem gebildetern Stande war, unthaͤtig und unſchluͤſſig ſtehen blieb. Der Leichenwagen, die Kutſchen und die vor⸗ derſten Fußgaͤnger waren ſchon weit voraus und um eine Hoͤhe gebogen, als dieſer unangenehme Vorfall die Ordnung des Zuges unterbrach. Einige Schiſſsleute ſtuͤrzten indeſſen beim Ausbruch des lauten Geſanges ſogleich zuruͤck, und ver⸗ ſuchten ihr Moͤgliches, die Saͤnger zum Stillſchweigen und Wiedereintreten zu bewegen. Es war merkwuͤrdig, daß ſie bei einer Gelegenheit, wo nachdruͤckliche Reden ſehr ange⸗ bracht ſchienen, nicht mit den derben Fluͤchen ihrer Schiffer⸗ ſprache auftraten, ſondern mit hoͤflichen und dringenden Vor⸗ ſtellungen die laͤrmenden Bruͤder angingen. Dieſe aber lie⸗ ßen ſich nicht ſtoͤren, ſondern antworteten ihnen nur, wenn im Liede der Refrain kam, mit dieſem:
Ein müder Fuß, der ſpringt nicht recht, Mit trocknem Munde küßt man ſchlecht.
Meine Herren— ſagte jetzt ein ſehr anſtaͤndig gekleide⸗ ter Mann, indem er aus dem Zuge hervortrat— bedenken Sie, wir haben kaum ein Drittel des Weges zuruͤckgelegt, wie koͤnnen wir jetzt ſchon ausruhen oder an's Trinken den⸗
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