Teil eines Werkes 
1. Band (1825)
Entstehung
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Wirthsſtube ganz leer, und der Wirth wollte auf ſeine Fra⸗ gen eben ſo wenig davon wiſſen, daß die uͤbrigen Gaͤſte zur Leichenfolge gegangen, als daß ſie uͤberhaupt nicht im Gaſt⸗ hofe ſeien. Bertram ſtuͤrzte einige Taſſen Kaffee hinunter, und eilte dann, nachdem er vom Wirthe Erkundigungen uͤber den Weg eingezogen, nach dem Strande, wo er ſchon zu ſpaͤt anzukommen fuͤrchtete.

Wirklich ſah er vom Gipfel eines kleinen Berges herab den Leichenzug ſchon in voller Bewegung, obgleich wegen der Laͤnge deſſelben die hinterſten Glieder noch nicht weit vom Strande entfernt gingen. Es war ein feierlicher An⸗ blick, wie der lange, ſchwarze Zug ſich auf dem huͤgligen Terrain den ſchmalen Weg zwiſchen Berg und Thal hin⸗ ſchlaͤngelte, und das tiefe Schweigen mehr die Naͤhe von Geiſtern als Menſchen verkuͤndigte. Die Leidtragenden ſchie⸗ nen ſich eines ganz beſonders leiſen Trittes zu befleißigen, und man haͤtte ſelbſt zum Glauben koͤnnen bewogen werden, daß die ſchwarz behangenen Pferde die Trauer mitfuͤhlten, indem kein Wiehern erſchallte, und ſelbſt das Auftreten ihrer Hufe nicht gehoͤrt wurde. Der letzte Umſtand mochte indeſſen in der Entfernung Bertrams von dem Zuge ſeinen ſehr na⸗ tuͤrlichen Grund haben. So viel dieſer aus derſelben wahr⸗ nehmen konnte, begann der ganze Zug mit einem ſehr gro⸗ ßen, und ganz ſchwarz behangenen Leichenwagen zu deſſen beiden Seiten vier ſtaͤmmige Schiffsſoldaten als Leidtra⸗ gende nebenher gingen. Hinter dem Wagen folgten acht bis