Teil eines Werkes 
1. Band (1825)
Entstehung
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Es ſcheint, Herr Thomas Malburne, als haͤtte die Obrig⸗ keit hier in England Sittenrichter und Schulmeiſter fuͤr die Fremden beſtellt; und ich ſtatte Ihnen meinen ergebenſten Dank dafuͤr ab, daß Sie mich nicht fuͤr unwerth erachtet haben, von Ihnen ſo genau, um in der Jaͤgerſprache zu re⸗ den, aufs Korn genommen zu werden; es thut mir nur leid, daß ich in dieſem Augenblicke mich Ihrem ſcharfen Beobach⸗ tungsgeiſte entziehen muß.

Nicht empfindlich, Herr Bertram! Empfindlichkeit iſt bei weitem ſchlimmer, als ein leichtes Aufwallen. Jene zehrt an uns ſelbſt, dieſes kann ſchlimmſtens fuͤr einen Augenblick den Andern beleidigen. Nicht die Obrigkeit, ſondern mein Alter und meine Laune, haben mich zum Aufſeher, oder Auf⸗ paſſer, oder wie Sie es nennen wollen, beſtellt; und mich duͤnkt, wir Beide ſind darin etwas verwandt. Ihre Roͤthe widerſpricht dem nicht. Wir brauchen uns daruͤber nicht zu expliciren; aber um auf unſer altes Thema und den Sitten⸗ richter zuruͤck zu kommen, ſo frage ich an, ob Sie mir die Jugend etwas zu tadeln erlauben?

Wenn Herr Malburne ſo offen ſpricht, kann ich nur gern einwilligen.

Sie gehoͤren, Herr Bertram, zu den jugendlichen Rei⸗ ſenden, einer Claſſe, welche Vorik unter ſeiner Rubrieirung der Reiſenden vermuthlich darum nicht aufgenommen hat, weil ſie zu ſeiner Zeit noch nicht eriſtirte. Dieſe jugendlichen Reiſenden, voll Enthuſiasmus fuͤr alles und jedes Reiſen/