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Leichnam eines von ihnen in dieſer Nacht Beraubten in ein tiefes Loch verſenken! Wen, der dieſes Meiſterſtuͤck betrach⸗ tete, ergriff nicht ein heimliches Grauen?— Als der Juͤng⸗ ling weiter umherblickte, bemerkte er, daß die Alte eingeſchlafen ſei; er naͤherte ſich ihr und beruͤhrte ſie mit den Fingern, aber ſie erwachte ſelbſt auf ſtaͤrkern Druck nicht, ſondern mur⸗ melte nur ihre Lieder im Schlafe fort.
Es giebt noch außer dem Gewiſſen, welches dem Men⸗ ſchen den Spiegel der moraliſchen Wahrheit vorhaͤlt, ein an⸗ deres Gefuͤhl, welches ihm die Wahrheit der aͤußern Erſchei⸗ nungen zu Gemuͤth fuͤhrt, ohne daß er im Stande waͤre, logiſch oder gar mathematiſch die ihm ſo eingegebenen Fol⸗ gerungen aus eben den Erſcheinungen ſich zu bilden. Dieſes Gefuͤhl ſagte dem Fremden jetzt, daß er ein Gefangener ſei, daß man ihn freiwillig gar nicht, oder wenigſtens nicht ohne Schwierigkeiten freilaſſen werde, und daß es aus dieſen Gruͤn⸗ den fuͤr ihn gerathener ſein duͤrfte, waͤhrend des Schlafes der Alten ſich aus der Huͤtte zu ſtehlen und ſein Heil zu verſuchen. Woher dieſe Vorſtellung ihm gekommen ſei, dies zu ergruͤnden, kam ihm jetzt gar nicht in den Sinn, ſondern er war darauf bedacht, den Vorſatz, ſo ſchnell es ginge, ins Werk zu ſetzen. Deshalb ergriff er ohne Zaudern ſein klei⸗ nes Felleiſen, und naͤherte ſich der Thuͤre, durch welche der Burſche in voriger Nacht eingedrungen war. Es köſtete ihm nicht viel Scharfſinn, die Riegel und ſchlecht gearbeiteten Schloͤſſer aufzufinden und ohne Geraͤuſch zu oͤffnen. Als er


