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lichen Maoͤdyd, oder Methbrauer, eigends fuͤr die Tafel un⸗ ſerer alten Koͤnige gebraut und eben nur den Koͤnigen, an Feſttagen den Hofbeamten, ſonſt aber jedem geehrten Frem⸗ den, wenn er die Schwelle betrat, gereicht wurde, als Zeichen der Hochachtung, welche Hochachtung ganz beſonders dem Disdain, oder Truchſes zu Theil wurde, der jeden Sonn⸗ tag Abend die Erlaubniß hatte, ſo weit aus dem Bierfaſſe zu ſchoͤpfen, als er mit dem kleinen Finger, ſo daß die Hand trocken blieb, abreichen konnte, die Hefen nicht zu rechnen, die er außerdem bekam; wie denn meine Vaͤter ſchon tauſend Jahr vor Chriſti und Merlins Geburt Disdaine bei den Kymriſchen Koͤnigen geweſen, und ſogar ſchon Koͤnig Caſſi⸗ velaun, hochſeligen Andenkens, von dem Sie, Herr Bertram, im Tacitus einige falſche Nachrichten werden gefunden ha⸗ ben, wie denn uͤberhaupt Tacitus, was Brittannien betrifft, aus verfaͤlſchten Quellen geſchoͤpft hat, wo er im Gegentheil Ihr Vaterland, Germanien, allzuſchmeichelhaft behandelt hat, welches bei einem Geſchichtſchreiber das groͤßte Verſehen iſt. — Wahrheit, nichts als Wahrheit, und keine kleinliche Vor⸗ liebe fuͤr ſein Volk, wodurch unſere Waͤliſchen Geſchicht⸗ ſchreiber ſich vor andern durch ihre Unpartheilichkeit ſo aus⸗ zeichnen— Doch, Herr Bertram, ich ſehe, Sie ſind muͤde, auf Wiederſehn, morgen und noch recht lange. 1
Das gewuͤrzte Bier gewaͤhrte wenigſtens den Vortheil⸗ daß es den noch immer vom Winterfroſt geſchuͤttelten Ber⸗ tram durchwaͤrmt: znd, als er auf ſein thurmhohes Bette geſtiegen, um klaftertief hinabzuſinken, ihn in einen feſten


