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Malburne empfahl abermals die Freilaſſung des Gefan⸗ genen als eine Handlung, welche allen Berathungen voran⸗ gehen muͤſſe, der Squire war aber nicht derſelben Meinung: Das unrecht, wenn es ein Unrecht war, iſt begangen, und es macht keinen Unterſchied, ob der Fremde einen Tag, oder einen Monat ungerecht in Walladmor⸗Caſtle geſeſſen. Es kommt darauf an, ob das Wehrgeld, das die Geſetze von Powisland vorſchreiben, ihm fuͤr die Schmach genuͤgt?
So viel ich geleſen,— ſiel der Officier ein,— verord⸗ net das Geſetzbuch Koͤnig Hoel Dhas beſondere Suͤhne fuͤr einen beleidigten Dichter. 3
Es erweiſt ihnen gebuͤhrende Ehre— ſiel Sir Morgan ein— denn Leibeigne durften weder zu Grobſchmieden, noch zu Geiſtlichen, noch Dichtern gemacht werden.
Malburne lachte. Sir Davenant fuhr fort, obgleich ihn der Squire nicht gern zu Worte kommen zu laſſen ſchien: Wenn ein Spielmann oder Dichter beleidigt worden, ſo muß der Beleidiger eine Kuh hergeben, deren mit Oel beſtriche⸗ nen Schwanz der Dichter mit beiden Haͤnden anfaßt. Ver⸗ mag er es, waͤhrend der Eigenthuͤmer mit ſeiner Sippſchaft auf die Kuh mit ſpitzen Stecken lospruͤgelt, ſie feſt zu hal⸗ ten, ſo gehoͤrt ſie ihm als Schmerzensgeld, laͤuft ſie ihm durch, ſo— behaͤlt er nur das Oel und die Haare, die ihm in der Hand ſtecken geblieben*).
*) So lautet wirklich, geneigter Leſer, ein altes Wälſches Geſetz. Ob es je zur Ausführung gekommen, ſteht dahin. Wenigſtens, glaube


