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muß ich zweien fremden Maͤnnern anvertrauen, und auf ihre Großmuth rechnen!
Mylady,— ſagte der Offieier— es heißt, wenn ich nicht irre, im Gedichte vom Schwanenritter, daß der kuͤhne Paladin den Moͤnch, der ſeiner Herrin Geheimniß in der Beichte hoͤrte, vom Felſen hinabſtieß. Nach romantiſchen Begriffen wuͤrde ich den Incarcerirten ins Meer zu ſtoßen haben?
Ich uͤberlaſſe Ihnen die Mittel, und erlaube dafuͤr, uͤber mich nach Luſt zu ſpotten. Ich ſelbſt wuͤrde bittend zu dem Manne treten, wenn—
Hier fragte der Squire, ploͤtzlich im bewegten Spazier⸗ gange inne haltend, mit lauter Stimme: Und wer iſt denn der Ungluͤckſelige, deſſen Aehnlichkeit mit dem Verbrecher uns taͤuſchte?
Seine Papiere ſind in Uuordnung— ſagte Malburne— und es ließe ſich bei weiterm Nachfragen vielleicht noch mehr entziffern, jedoch habe ich einige Sonette auf Papierſtreifen in ſeiner Stube gefunden—
Ein Dichter!— rief Sir Davenant aus— und wandte ſich dann leiſe zur Lady.— Mylady, ein Dichter, eine gleichgeſtimmte Seele! wem konnten Sie beſſer Ihr Geheim⸗ niß anvertrauen? Er bewahrt es vor irdiſch gemeinen See⸗ len, damit es in Monatsfriſt, dem Himmel naͤher, in Grub⸗ ſtreets Daͤchern noch einmal fuͤr himmliſch Geweihte, durch die Druckerpreſſe geboren wird.


