Teil eines Werkes 
2. Band (1825)
Entstehung
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res wuchs meine Leidenſchaft um ein ganzes Jahr. Befiehl mir, beſiehl mir Unmdͤgliches, ich will's erfuͤllen

Entflieh! ſagte ſie, ſich ermannend.

Fliehen kann ich, will ich nicht, fliehen iſt mehr als un⸗ moͤglich. Ginievra, ich habe Dir viel geſchrieben, aber es war nichts gegen das, was in mir brennt, und was ich fuͤrchte auszuſprechen, aus Furcht, daß die Worte wie Feuer Deine Seele brennen. Ginievra, ſprich nicht mehr von allen den Kluͤften, die uns trennen, nicht mehr von dem Blute der Walladmors und dem Blute eines Landſtreichers; uͤber ſolche Kluͤfte lache ich, denn ich ſtand auf einer entſetzlichen Hoͤhe, von der herab mir alle Dinge ſo klein vorkamen. Laut lachte ich auf, als die Kluft zwiſchen uns, mir wie ein Sommer⸗ bach, uͤber den ein Kind ſpringt, erſchien. Ginieyra, ich will Dich auf die Hoͤhe fuͤhren.

Meuchelmoͤrder! rief ſie aus, indem ſie ihren Kopf em⸗ vorhob, und ihn mit ſtrafendem Blicke anſah auch die Kluft? Entfliehe Moͤrder!

Ha! Um Dich, um Dich, Ginievra! 3

Wild ergriff er den Arm, welchen ſie ausgeſtreckt hatte, um ihn fortzuweiſen; ſie ſtraͤubte ſich umſonſt ihn loszuma⸗ chen. Komm mit, Ginievra! Fliehe mit mir! Einſt mußt Du mein werden, mußt was gilt Dir einſt oder jetzt? das Schiff, auf dem ich den Seedienſt lernte, kreuzt vor den Kuͤſten wir fliehen in einen fremden Welttheil. Du haſt nichts zu fuͤrchten und nichts zu verlieren, als den Ruf und