Ohne ihre Stellung zu veraͤndern, oder aufzublicken, lachte die Alte hoͤhniſch und murmelte: Ha! ha! ha! Kinder die flattern im Wind, Die Kinder flattern im Wind! . Soll das ſie nicht erfreun? Bertram nahm ſich ein Herz, ging dicht an die Frau heran, und indem er ihren Arm faßte, um ſie ſanft aufzuhe⸗ ben, ermunterte er ſie nochmals zur Folgſamkeit. Wirklich erhob ſich die Alte; aber kein ſchwaches Muͤtterchen, ſondern ein großes, duͤrres Weib ſtand neben ihm, Laut lachend faßte ſie ſeinen Arm und riß ihn ſingend⸗ Juchheißa, Herr Reiter, ich bin die Braut, Wir tanzen am Traualtar mit ſich im Kreiſe herum. Es koſtete ihm Mühe, ſich von der Alten loszureißen; und er erkannte dabei ſeine ſeltſame Wirthin in der Huͤtte an der unbekannten Kuͤſte,
Mutter Gillie! wie kommſt Du hier in dieſe Wuͤſte? re⸗ dete er ſie an. Sie lachte und hielt wie verſchaͤmt die Schuͤrze vor die Augen:
Hier haͤngt ja mein Liebſter— und verſtel ſogleich in den Geſang:
Drei Burſchen hingen am Rabenſtein An ein und ſelbem Tag,
Es warxen meine Liebſten allzumal, Das war ein luſt'ger Tag!
Plötzlich, als beſinne ſie ſich, rieb ſie ihre Stirn, und fuhr ſchnell fort⸗.


